Bei ihrem jüngsten Konzerttag präsentierten sich dieses Jahr nicht nur die Ebrachtaler Heimatklänge Ampferbach von ihrer besten Seite, sondern auch der größtenteils „hauseigene“ Nachwuchs.

Erstmals veranstaltete der Ampferbacher Musikverein das alle zwei Jahre stattfindende Kinderkonzert direkt vor seinem Open-Air-Konzert. Dieses Mal entführte der Autor und Vorleser Christoph Kretschmer die kleinen und großen Zuhörer in die Welt von „Ente Emma auf Entdeckungsreise“. Die Erlebnisse der kleinen Entenprinzessin bildeten den Rahmen für die musikalischen Einlagen der „Notenquäler“, des Kinderchores Schönbrunn und der jungen Musiker aus der näheren Umgebung.

Zum Auftakt stellten die Klarinettistinnen Lea Luft, Franziska Oberst und Marlene Reus mit ihrer Ausbilderin Anne Kram ihr musikalisches Talent in der beinahe voll besetzten Ampferbacher Kirche unter Beweis. Ihre Rhythmussicherheit zeigten auch Julian Göller und sein Schlagzeugnachwuchs Linus Oberst am Drumset und den Congas. Leiser erklang es dann bei Anna Fröhling und Marius Lang auf der Blockflöte sowie beim Querflötennachwuchs von Carolin Hollet, Linda Basel, Julia Ehinger und Laura Schwarzmann. Für eine gesangliche Abwechslung sorgte der Kinderchor des Gesangvereins Schönbrunn, der von Andrea Christel an der Gitarre begleitet wurde. Nicht weniger begeistern konnte das aus Großgressingen angereiste Trompeten-Quartett Lena Christel, Julian Scholz, Florian Wüllscheidt und Lehrer Michael Philipp, die das Kinderkonzert mit hohem Blech bereicherten. Dem schlossen sich die „Notenquäler“, die Nachwuchskapelle der Ebrachtaler Heimatklänge Ampferbach, mit ihrer Dirigentin Carolin Hollet an, die ihrem Namen keine Ehre machten und sich von ihrer besten Seite zeigten. Einen Einblick in die Welt des tiefen Blechs gaben Theresa Moser von der Nachbarkapelle aus Prösldorf an der Posaune und Stefanie Denzler am Tenorhorn. Den Abschluss bildete die Saxophonistin Eva Willert mit ihrer Lehrerin Eva Pfahlmann, die das gelungene Konzert mit einem Wiegenlied abrundeten.

Nach einer halbstündigen Pause ging es nahtlos mit dem Konzert der „Großen“ auf dem Kirchenvorplatz weiter. Die Ebrachtaler Heimatklänge Ampferbach präsentierten unter ihrem Dirigenten Michael Selig auch dieses Jahr wieder ein abwechslungsreiches Programm. Mit dem einleitenden Konzertmarsch „Mit vollen Segeln“ führte die Kapelle den musikalischen Abend fort, um im Anschluss mit der Polka „Die Liebste“ und dem Walzer „Für meine Liebste“ den Freunden der traditionellen Blasmusik gerecht zu werden. Die Liebhaber von Filmmusik, Jazz, Klassik und Schlager kamen danach bei „John Williams: Soundtrack Highlights“, „Swinging Offenbach“, einer Swingversion von Offenbachs „Barcarole“, und „Schlagerlegenden: Connie Francis“ voll auf ihre Kosten. Nach der Pause stand erst einmal Alexander Pfluger im Mittelpunkt, mit dessen Marsch „Egerländer Sterne“ die zweite Konzerthälfte eröffnet wurde. Seine gefühlvolle „Steeephans-Polka“ folgte dann auch prompt auf Kurt Gäbles Walzer „Lebensfreude pur“. In einem Abstecher in das Westerngenre nahmen sich die Ebrachtaler Heimatklänge Ampferbach einen „Moment for Morricone“ und präsentierten die wohl bekanntesten Westernmelodien der Welt. Mit den größten Hits von „Stevie Wonder: Then and now“ kehrte man wieder in die heutige Dimension zurück. Die Zuhörer würdigten die großartige Leistung der Musiker, indem sie selbst nach zwei Zugaben nach weiteren verlangten und zum großen Teil auch beim anschließenden inoffiziellen Teil mit Unterhaltungsmusik sitzen blieben. Großen Dank schulden die Ebrachtaler Heimatklänge Ampferbach dem diesjährigen Moderator Christoph Kretschmer, der zwar zum ersten Mal, aber dennoch bravourös durch das Programm führte. Nach vielen Stunden voller Musik klang der Tag erst spät am Abend aus.

(Geschrieben von Carolin Hollet & Anne Kram / Juli 2012)

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