Wer kennt nicht die Bilder der kleinen Eisbärin Flocke aus dem Nürnberger Zoo? Am Kinderkonzert in der Ampferbacher Kirche konnten die Kinder mit ihr zusammen auf eine Reise um die Welt gehen und viele Abenteuer erleben.

Der Zauberwurm Zacharias verhalf Flocke dazu, aus ihrem Gehege auszubrechen. Mit seiner Hilfe wurde sie unsichtbar, sodass sie unbemerkt im Zoo umherlaufen und sich auf die Suche nach einen Freund machen konnte. Bei ihrem Rundgang stieß sie auf sehr unterschiedliche Tiere aus der ganzen Welt, die ihr viel über die Lebensweisen und Bräuche in anderen Ländern erzählten. Der Elch Dimitry berichtete von seinen Besuchen seines Großvaters im Ural, der Europa von Asien trennt. Im Reptilienhaus durfte sie Schlangen bei ihrem geheimnisvollen Tanz zusehen. Von den beiden lebensfreudigen Mustang-Pferden Susanna und Eric wurde Flocke mit den vielfältigen amerikanischen Musikstilen, wie dem Jazz und traditionellen Volksliedern, vertraut gemacht und die Kindern einer italienischen Krebsin sangen der Eisbärin ein Ständchen, weil sie ihrer Mutter das Leben gerettet hatte. Als sie am Abend doch wieder einsam und ohne Freund nach Hause kam, erwartete sie aber eine Überraschung. Sie hatte einen neuen Mitbewohner bekommen. Es war Eisbär Knut aus Berlin.

Die ganze Geschichte wurde durch die Nachwuchsmusiker der Ebrachtaler Heimatklänge Ampferbach und die Schülerinnen und Schüler der Kreismusikschule Bamberg musikalisch umrahmt. Ein Trio aus zwei Posaunen und einer Tuba ließen mit „Aura Lee“ und „Oh Susanna“ amerikanische Töne erklingen. Die beiden Solowaldhörner spielten „Muss i denn zum Städtle hinaus“, „In einem kleinen Apfel“, „Rosen aus dem Süden“ und beendeten das Konzert mit der „Ode an die Freude“. Mit demselben Lied glänzte zu Beginn schon das Tenorhornduo, das zuvor auch schon eine chinesische Melodie zum Besten gegeben hatte, die von ihrem Lehrer Martin Lechner eigens für diesen Auftritt komponiert wurde. Die Querflöten versetzten das Publikum mit „Bella Bimba“ und „Morning has broken“ nach Italien und Irland, das Klarinettentrio mit „Kalinka“ und „Hava Nagila“ nach Russland und Israel. Das jazzige Gefühl New Orleans zauberten die beiden Altsaxophone herbei, während das Tenorsaxophon mit „Auld Lang Syne“ an die schottischen Highlands denken ließ. Die Trompete erfüllte das Gotteshaus mit „Sur le pont d’Avignon“ und „Trumpet Voluntary“. Besonders die beiden Schlagzeuger rissen die Zuschauer mit ihren heißen afrikanischen Trommelrhythmen mit. Die Blockflöten führten die Zuhörer nach Asien und letztlich wieder zurück in den Nürnberger Zoo. Alle jungen Künstlerinnen und Künstler, die sich erst im Alter zwischen 5 und 15 Jahren befanden, überzeugten mit einem sehr hohen Niveau. Ihr Können wurde auch durch die vielen Konzertbesucher, die die Kirche bis aufs letzte ausfüllten, reichlich mit Applaus belohnt.

 

Ein besonderer Dank gilt der Fahrschule Baier, die die Kinder mit extra für das Kinderkonzert angefertigten T-Shirts ausgestattet hat, sowie dem Vorstand Richard Selig und den sehr hilfsbereiten Musiklehrern, ohne deren Unterstützung dieses Projekt nicht möglich gewesen wäre. In die Wege geleitet wurde die Veranstaltung von Anne Kram und Carolin Hollet, die neben der Geschichte auch eine passende Bilderpräsentation erstellten. Das erste Konzert dieser Art fand regen Anklang und erfreute sich sehr positiver Resonanz von allen Seiten. Eine Fortsetzung der Kinderkonzertreihe in Ampferbach wird in Zukunft sicherlich folgen. Weitere Impressionen sind auf der Internetseite der Ebrachtaler Heimatklänge erhältlich: www.ebrachtaler-heimatklaenge.de.

 

(Geschrieben von Carolin Hollet & Anne Kram / Juli 2008)

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